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bauhaus
kunst-, kunsthandwerks- und architekturschule [gegr.
1919]
das b. ist die mit abstand einflussreichste schule für gestaltung des 20. jh.s. es propagierte die enge zusammenarbeit von künstlern und industrie und trug so wesentlich zur entwicklung des modernen industriedesigns bei. der begriff bauhaus-design wird heute international als synonym für sachliche, intelligente gestaltung benutzt. das b. wurde von
walter gropius 1919 in weimar als nachfolger der 1915 aufgelösten kunstgewerbeschule
van de veldes gegründet. die neue konservative regierung in weimar veranlasste
1924 den umzug
nach dessau. 1932 wurde die schule von der nsdap zur auflösung gezwungen. ein letzter versuch, in berlin steglitz, endete
nach hausdurchsuchungen durch die gestapo am 19.7.1933. die wesentliche leistung des b. bestand in der verbindung der bis dahin getrennten praktisch handwerklichen und geistigkünstlerischen
ausbildungszweige. die entwicklung des b. verlief unter drei direktoren:
walter gropius 1919-1928 [zunächst die sogenannte expressionistische phase, dann konzentration auf die integration von kunst, kunsthandwerk und
architektur], hannes meyer 1928-1930 [er forderte
"volksbedarf statt luxusbedarf"] und ludwig mies van der rohe 1930-1933. [er konzentrierte die arbeit auf
"bau und ausbau" also vorrangig architektonische aspekte.] nach emigration praktisch der gesamten lehrerschaft und eines großteils der schüler aus nazideutschland gründete der ehemalige bauhausmeister, laszlo moholy nagy 1937 das new bauhaus in
chicago, ill., usa. nach dem kriege stand das gebäude des b. in dessau [1926 von
gropius gebaut] lange leer und zerfiel, da die b.idee der sed zu westlich-kapitalistisch orientiert war. 1964 wurde es von der regierung ulbricht rehabilitiert und ab 1986 wieder regelmäßig für seminare genutzt, seit 1990 wird der betrieb in drei sektionen neu aufgebaut: 1. historische sammlung; 2. akademie; 3. experimentelle werkstatt. zu den wichtigsten und prägnantesten b.-möbeln zählen die tischlampe aus glas von karl j. jucker und
wilhelm wagenfeld [1923/24], heute in produktion bei
tecnolumen und der stahlrohrsessel
"wassily" von marcel breuer [1. version 1925], heute produziert von
knoll international. die beste dokumentation der bauhausgeschichte findet sich im bauhaus archiv, berlin
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