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lissitzky |
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eigentlich: lissitzky, elizer markowitsch oder lasar morducho witsch [*1890,
polschinok, rußland, +1941, moskau, udssr] künstler, ingenieur, architekt
er war einer der führenden utopischen architekten-ingenieure des konstruktivismus und einer der überragenden typographen und plakatkünstler des 20. jh.s. seine raum- und statikexperimente, in denen sich flächen, volumen und
linien frei durchdringen, beeinflußten architekten und gestalter bis hin zum
high tech und dekonstruktivismus. 1920 entwarf er, beeindruckt vom pathos der jungen revolution, die lenin-rednerbühne, ein monument der utopischen architektur unseres jh.s. 1921 leitete er die architekturfakultät
"wchutemas" in moskau, der neben dem bauhaus einflußreichsten schule der 20er jahre. seine durch den dada-künstler
kurt schwitters [1887-1948] und l,s spätere frau, sophie küppers, vermittelten
kontakte zur kästner-gesellschaft in hannover waren die grundlage für einige überragende kunstwerke, wie die lithomappe
"proun", und das von den nazis als "jüdisch-bolschewistisch" zerstörte »kabinett der abstrakten" [1927], eine
bewegliche rauminstallation, die 1968 rekonstruiert wurde. er hatte, enttäuscht über die pervertierung der revolution unter stalin, sein heimatland verlassen und mußte als
jude, nach der machtübernahme der nazis, dennoch in die udssr zurückkehren, wo er bis zu seinem tod als propaganda-grafiker arbeitete. |
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