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sapper
, richard
[*1932, münchen] industriedesigner
er ist einer der technisch einfallsreichsten designer. er hat, wie ferdinand alexander porsche, technisches denken aus dem automobildesign in den haushaltsbereich übertragen. er studierte in münchen philosophie, grafik, ingenieurwesen und volkswirtschaft. 1956-58 arbeitete er bei mercedes-benz in der entwurfsabteilung. mit 26 jahren zog er noch italien, wo er zunächst bei
gio ponti arbeitete, später für die kaufhauskette la rinascente. besonders fruchtbar war die zusammenarbeit mit
marco zanuso, seinem fast 20 jahre älteren mentor [bis 1977]. mit ihm entwarf er einige der designklassiker der 60er jahre. besonders bemerkenswert: entwürfe für - brionvega wie
"doney 14 tv" [1962] und "block 12 tv" [1969]. sein bekanntester entwurf, und noch immer der bestachen von
artemide, ist die niedervolt-halogen-leuchte
"tizio" [1970], die als der inbegriff modernen leuchtendesigns gelten kann. für
alessi entwarf er den berühmt gewordenen wasserkessel
"bollitore" [1983], ein stück designgeschichte im übergang von
high tech zur postmoderne. er war von 1970 bis 1976 designberater für versuchswagen von fiat und für
reifenstrukturen bei pirelli; seit 1980 auch von ibm. er ist seit 1986 professor an der kunstakademie stuttgart. entwürfe für castelli, molteni, - knoll u. a. er erhielt mehrfach den - compasso d'oro und zahlreiche andere preise; mehrere entwürfe befinden sich in der sammlung des
moma.
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