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| wolle | bezeichnung für
"fasern vom fell des schafes (ovis aries)" sowie für mischungen der schafschur mit haaren von alpaka, angora-kanin, kamel, kaschmir, lama, mohair, vikunja, yak, guanako, biber und fischotter. sie dürfen mit zusatz des tiernamens als »wolle« oder
"haar" bezeichnet werden. wolle ist ein eiweißprodukt (proteinfaser), das im inneren der faser fibrillen aufweist, welche gebündelt die spindelzellen bilden. sie werden umgeben von sich überlappenden schuppen, die eine große bedeutung für die verfilzbarkeit der wolle haben. maßgebend für die beurteilung der qualität ist neben der gleichmäßigkeit die feinheit des wollhaares. aus dem faseraufbau, wie kräuselung, länge, dicke und glanz, ergeben sich die späteren gebrauchseigenschaften. die wolle verfügt über eine gute wärmeisolation, hohe feuchtigkeitsaufnahme (bis zu 30% des eigengewichts), sie ist hautsympathisch, besitzt ausreichende festigkeit (weniger scheuerfest), hat gute dehnungswerte, ausgezeichnete elastizität. wolle hat ein hohes wiedererholvermögen, wenn sie niedergedrückt wird, richtet sie sich schnell wieder auf. sie ist schwerentflammbar und hat ein geringes anschmutzverhalten. als schlechter wärmeleiter bewahrt sie körperwärme und ist wegen ihrer hygroskopischen eigenschaften klimaregulierend. wolle ist anfällig für tierische schädlinge, kann aber durch entsprechende ausrüstung dagegen geschützt werden.
die gereinigte und gekämmte wolle kann auch zu filz verarbeitet werden, etwa durch filzen oder walken. darüber hinaus wird wolle, auch für matratzen oder als natürliche, biologische isolation verwendet. |
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